Wirtschaft

Die Berliner Wirtschaft hat sich in den vergangenen drei Jahren erstaunlich robust entwickelt. Während Deutschland insgesamt stagnierte, wuchs Berlin kontinuierlich. Der Aufschwung ist real, aber leider kein Boom, sondern eher ein stabiler, moderater Wachstumspfad.

Strukturelle Probleme, wie steuerliche Belastungen und hohe Bürokratie, sind ebenso Bremsen für ein höheres Wachstum wie die konjunkturellen Bedingungen der Weltwirtschaft insgesamt. Von denen kann sich die Berliner Wirtschaft natürlich nicht absetzen. Sie könnte aber eine stärkere Dynamik durch ein wirtschaftsfreundlicheres und unbürokratisches Biotop entfalten.

So ist Berlin weiterhin die Startup-Hauptstadt Deutschlands mit Rund 5.000 Unternehmen dieser Szene, der damit auch europaweit zu den wichtigsten Standorten zählt. Diese Unternehmen müssen weiter gestärkt werden, da sie sich aus den besonders zukunftsträchtigen Branchen der KI, Software-Entwicklung, Green Technologies oder FinTech-Szene stammen.

Hier helfen staatliche „One-Stop-Agencys", die die bürokratischen Regulierungen kanalisieren und den Einstieg und das Wachstum erleichtern.

Das universitäre Umfeld, mit tausenden jungen Talenten, die die Unis jährlich verlassen, bietet für Unternehmen jededer Branche einen großartigen Pool an potentiellen Mitarbeitern. Deshalb ist es unerlässlich, die Universitäten in den Zukunftsbranchen zu stärken und nicht durch Budgetreduktionen zu bremsen. Hier heißt es eigentlich Ausbau und Investition in die Substanz.

In Dahlem besteht in der unmittelbaren Nähe der universitären Forschung ein beeindruckendes Flächenangebot, das auf dem Areal des sogenannten Dahlemer Dreiecks oder der ehemaligen Museen Dahlem jungen Unternehmen, Forschung und Vernetzung Potential für die Zukunft bietet.